• Hohe Akzeptanz smarter Produkte

Hohe Akzeptanz smarter Produkte

03.03.2020

72 Prozent aller Schweizer besitzen bereits smarte Produkte. Die Mehrheit der Bevölkerung ist smarten Produkten gegenüber eher positiv eingestellt. Eine zentrale Rolle spielt das Vertrauen in die Geräte, wie die erste repräsentative Studie der Schweiz zum Thema zeigt.

Der «Smart Products Report 2020» der Universitäten Luzern und St. Gallen zur Nutzung und Konsumentenwahrnehmung smarter Produkte basiert auf einer Online-Befragung, die bei 1004 Teilnehmern in Schweizer Haushalten durchgeführt worden ist. Das Smartphone wurde dabei von der Befragung explizit ausgeschlossen.

Neben den 72% der Befragten, die bereits smarte Produkte besitzen, geben insgesamt 59% an, sich vorstellen zu können, innerhalb der nächsten 12 Monate mindestens ein smartes Produkt zu kaufen. Voraussichtlich werden bis Ende 2020 81% der Schweizer Bevölkerung mindestens ein smartes Produkt besitzen. Die beliebtesten smarten Produkte sind Smart-TVs (30%), Smartwatches (28 %), smarte Navigationssysteme (25%) und Staubsaugerroboter (20%).

Interaktion mit Produkten

Die Interaktion mit smarten Produkten versteht ein Grossteil der Nutzer als Zusammenarbeit. Die Befragten geben zudem an, dass eher der Mensch die Tätigkeit leitet als das Produkt. Nicht selten kommt es vor, dass Nutzer ihren elektronischen Helfern Spitznamen geben: Dies machen knapp ein Viertel der Befragten. Eine Mehrheit wünscht sich, dass smarte Produkte untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren können.

Vor- und Nachteile

Die grössten Vorteile in der Verwendung smarter Produkte liegen in den Annehmlichkeiten und der eingesparten Zeit, die diese bieten. Viele sehen einen weiteren positiven Aspekt darin, mit Trend und Technik zu gehen. Die grössten Nachteile werden in den Kosten und dem oftmals mit der Nutzung verbundenen Sammeln von personenbezogenen Daten gesehen. Einige Befragte befürchten ausserdem eine zu starke Fokussierung ihres Lebens auf smarte Produkte.

Vertrauen und Kontrolle

Besonders wichtig ist den Schweizern bei der Nutzung smarter Produkte der Aspekt des Vertrauens. Vertrauen bedeutet hierbei aber auch Kontrolle: Die Möglichkeit, jederzeit beim selbstständig agierenden Produkt intervenieren zu können, ist für einen Grossteil der Befragten sehr wichtig. Vertrauenssteigernd wirkt es zudem, wenn smarte Produkte zertifiziert sind und gesammelte Daten nur für den vorgegebenen Zweck verwendet werden.

Quelle Universität St.Gallen (HSG)

TOP-15-ERKENNTNISSE

Die Universitäten Luzern und St. Gallen haben am 19. Februar 2020 ein Factsheet mit den 15 wichtigsten Erkenntnissen der Studie veröffentlicht. Es enthält Fakten und Zahlen zur Nutzung und Konsumentenwahrnehmung smarter Produkte in der Schweiz. Das Factsheet ist frei verfügbar auf der Website der Universität Luzern: www.unilu.ch (Suchbegriff «Smart Products Report»)